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descriptionMann niest ins Taschentuch
Sie sind meist ungefährlich, aber lästig: Oft schlagen Erkältungen mehrmals im Jahr zu – denn die Viren breiten sich beim Sprechen oder per Händedruck aus.
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Halsschmerzen, Husten, Schnupfen – das ist der Steckbrief jeder Erkältung. Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet.
descriptionTeekanne mit Tasse
Erkältungsbeschwerden lassen sich sanft, aber wirksam angehen – mit Hausmitteln, Heilpflanzen und weiteren Hilfen aus der Apotheke.
descriptionArzt hört Rücken mit Stethoskop ab
Manchmal können sich aus einer Erkältung andere Infektionen entwickeln – aus Halsschmerzen z.B. eine Kehlkopfentzündung, aus Reizhusten eine Bronchitis.
descriptionFrau im Schnee
Am besten erst gar keine Erkältung bekommen – ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz. Was Sie selbst dazu tun können und wie wichtig auch Hygiene ist.
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Sanfte Hilfe mit Hausmitteln

Eine ganze Palette von Möglichkeiten der Selbstmedikation gibt es für die Behandlung von Husten, Schnupfen, Halsweh, Fieber und Heiserkeit. Denn nur selten sind die Beschwerden so stark ausgeprägt, dass ein Arztbesuch notwendig wird. Meistens reichen Hausmittel wie Gurgeln, Wadenwickel und Inhalieren aus. Bei Kindern, die häufig von Erkältungen betroffen sind, gibt es für die Behandlung zusätzliche Regeln zu beachten.


Im Überblick



Hausmittel bei Erkältung

  • Bonbons lutschen: Bei einer Halsentzündung ist das Lutschen von Hustenbonbons sinnvoll, denn es regt die Speichelproduktion an. So wird die Rachenschleimhaut befeuchtet, das Schlucken erleichtert und durch die körpereigenen Abwehrkräfte im Speichel werden die Erreger bekämpft.
  • Gurgeln mit Salzwasser: Bei den ersten Halsbeschwerden sollten Betroffene mit Salzwasser gurgeln. Das säubert die Schleimhaut und wirkt durch die hohe Salzkonzentration antibakteriell. Einfach einen halben bis einen ganzen Teelöffel Salz in rund 200 Milliliter Wasser rühren und etwa fünf- bis sechsmal pro Tag gurgeln. Ähnliche Effekte erzielen auch Salbei- oder Kamillentees, da sie entzündungslindernd wirken.
  • Quarkwickel: Bei Halsentzündungen ist ein dicker Schal kontraproduktiv, denn die Schwellung wird durch die Wärme noch dicker und unangenehmer. Ein Schal ist nur zur Vorbeugung bei kaltem Wetter geeignet. Bei Rötungen, Schwellungen und Schmerzen hilft es eher, den Hals zu kühlen – zum Beispiel mit einem Quarkwickel.
  • Nasenspülung mit Salzwasser: Das Spülen der Nase mit Salzlösungen schwemmt die Erreger aus der Nase, was ihre Anzahl erheblich vermindert. Ein positiver Nebeneffekt: Dadurch wird auch Entzündungen der Nasennebenhöhlen vorgebeugt. Für eine Nasenspülung lösen Sie einen gestrichenen Teelöffel (9 Gramm) nicht jodierten Speisesalzes in einem Liter lauwarmem und abgekochtem Wasser auf. Bei vornübergebeugtem Oberkörper und schräg gehaltenem Kopf führen Sie die Spülung entweder mit gewölbter Innenhand oder aber mit einer Nasendusche in eines der Nasenlöcher ein. Anschließend halten sie den Kopf wieder gerade, sodass die Nasenlöcher nach unten zeigen und die Spülung aus dem anderen Nasenloch abfließen kann. Nasenduschen mit genauer Gebrauchsanweisung erhalten Sie in jeder Apotheke.

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  • Inhalation: Die Kochsalz- oder Kamilleninhalation verflüssigt den Schleim in den Nebenhöhlen und Atemwegen, die Erkältungserreger können rascher abfließen. Nehmen sie zwei Teelöffel Salz oder zwei Esslöffel Kamillenblüten, die in jeder Apotheke erhältlich sind, und gießen Sie einen Liter kochendes Wasser hinzu. Auch einige Tropfen ätherischer Öle aus Eukalyptus oder Kiefernnadeln sind geeignet. Setzen Sie sich an einen Tisch, beugen Sie sich über die Inhalationslösung und legen Sie sich ein großes Handtuch über den Kopf, sodass der Dampf nicht allzu schnell entweicht. Atmen Sie ruhig und tief ein und aus. Die heißen Dämpfe lösen nicht nur den Schleim: Die Hitze fördert außerdem die Durchblutung der Schleimhäute und damit letztlich die Immunabwehr. Wenn es Ihnen zu heiß wird, machen Sie eine Pause. Versuchen Sie mindestens fünf Minuten zu inhalieren – noch besser zehn Minuten. Nicht so gut eignet sich diese Methode allerdings für Asthmatiker, da das Inhalieren bei ihnen einen Anfall auslösen kann.
  • Tee trinken: Bei Husten muss zwischen trockenem Reizhusten und verschleimtem Husten unterschieden werden: Beim Reizhusten hilft es, Bonbons zu lutschen und viel zu trinken, um die Schleimhäute anzufeuchten. Der Schleim hingegen muss raus, weswegen Schleimlöser wie Tees mit Fenchel, Anis und Thymian helfen.
  • Ruhe gönnen: Damit die Hausmittel wirklich helfen können, ist es auch wichtig, dass sich der Betroffene körperlich schont – und das so früh und so lange wie möglich.
  • Fieber kann sinnvoll sein: Während bei einer Grippe das Fieber meist sofort auf über 38 Grad steigt, kommen so hohe Temperaturen bei einer Erkältung nur selten vor. Es sollte dann nicht gleich bekämpft werden, denn das Fieber tötet die Erreger ab. Wer trotzdem dagegen vorgehen möchte, kann sich zum Beispiel Wadenwickel mit Essig und kaltem Wasser machen: So geht das Fieber langsam zurück.

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Halsschmerzen: Allgemeine Ratschläge

Komplikationen können entstehen, wenn Halsschmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und der Körper mit den Krankheitserregern nicht fertig wird. Bei Verdacht auf eine Mandelentzündung oder eine eitrige Angina sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen. Er stellt die Diagnose und entscheidet, ob Antibiotika oder andere Medikamente eingenommen werden sollen. Das ist wichtig, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten und andere Organe befallen. Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Gutes Raumklima

Bei Halsschmerzen ist es wichtig, die Schleimhäute zu befeuchten. Halten Sie daher die Raumluft feucht und meiden Sie trockene oder verrauchte Räume. Wenn Sie ein flaches Gefäß mit Wasser füllen, können Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen. Den gleichen Effekt erreichen Sie, wenn Sie feuchte Tücher aufhängen oder das Teewasser etwas länger kochen lassen.

Erhöhter Flüssigkeitsbedarf

Trinken Sie ausreichend, aber nicht übermäßig. Atemwegsinfektionen führen durch Schwitzen, Niesen, eine laufende Nase und geschwollene Schleimhäute zu einem erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Bisher galt die Empfehlung, bei Erkältungen täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu trinken. Wissenschaftler vermuten, dass der Körper aber auch selbst dem Flüssigkeitsverlust entgegenwirkt und die Wasserausscheidung über die Niere drosselt. Dies gilt besonders für Infektionen der unteren Atemwege.

Wenn der Körper aber das Wasser konservierende Hormon ADH (antidiuretisches Hormon) ausgeschüttet hat, können übermäßig viel getrunkene Flüssigkeitsmengen zum Problem werden. Sie können nicht ausgeschieden werden und bringen den Salzhaushalt des Körpers durcheinander. Das wiederum kann zu Reizbarkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit und Übelkeit führen. Seien Sie daher sorgsam mit der Trinkmenge, und lassen Sie im Zweifelsfall einen Arzt eine Lungenentzündung ausschließen.

Erkältungstees bei Halsschmerzen

Erkältungstees wirken entzündungshemmend, lindern die Schluckbeschwerden und helfen gleichzeitig, den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Achten Sie auf die richtige Dosierung. Lassen Sie den Tee ausreichend lange ziehen. Bei den meisten Produkten wird empfohlen, maximal drei bis fünf Tassen am Tag zu trinken (höchstens vier Wochen lang). Schwangere sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Für Kinder und Kleinkinder gibt es spezielle Kindertees. Bevorzugen Sie zuckerfreie Produkte (Kariesgefahr).
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Halsschmerzen: Hilfe aus der Apotheke

Halsschmerzen können sehr lästig sein, besonders wenn sie mit Kratzen und Brennen im Hals, Hustenreiz oder starken Schluckbeschwerden einhergehen.

Lutschtabletten


Mit Lutschtabletten können Sie diese Symptome mildern. Die meisten Halsschmerztabletten enthalten antiseptische Arzneistoffe (zum Beipiel Benzalkoniumchlorid, Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid). Andere Inhaltsstoffe von Lutschtabletten wirken antibiotisch (zum Beispiel Tyrothricin, Lysozym). Viele Halsschmerztabletten enthalten auch ein örtlich wirksames Betäubungsmittel (zum Beispiel Benzocain, Lidocain), das Schmerzen abmildert. Auch der Wirkstoff Flurbiprofen, nahe verwandt mit dem Schmerzmittel Ibuprofen, wird zum Lutschen eingesetzt. Dieser Arzneistoff wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend, ohne zu betäuben. Ein weiterer Effekt der Lutschtabletten: Durch das Lutschen kommt es zu vermehrtem Speichelfluss, wodurch die Schleimhäute befeuchtet werden. Viele Hersteller bieten zahnfreundliche zuckerfreie Lutschtabletten an. Lassen Sie die Tabletten langsam im Mund zergehen – dann wirken Sie am besten. Kauen oder zerbeißen Sie Halsschmerztabletten nicht.

Lutschtabletten sind nicht gleich Lutschtabletten. Fragen Sie in Ihrer Apotheke, welches Mittel bei Ihren Krankheitssymptomen geeignet ist. Wenn Sie keine starken Schluckbeschwerden haben, sondern lediglich ein unangenehmes Kratzen im Hals, warum sollten Sie dann eine Tablette mit örtlich betäubender Wirkung lutschen?

Wichtig bei Lutschtabletten: Sie können bei Dauergebrauch die Bakterien der körpereigenen Mundflora angreifen. Deshalb dürfen sie nur bei Halsschmerzen eingenommen werden. Außerdem sollten Mittel, die Chlorhexidin enthalten, nicht länger als zehn Tage benutzt werden, da es zu Zahnverfärbungen kommen kann. Die Gabe von Tyrothricin-haltigen Lutschtabletten wird kontrovers diskutiert. Es ist nicht sicher, dass durch Lutschtabletten eine ausreichende Dosis des Antibiotikums erreicht wird und außerdem werden die meisten Halsentzündungen durch Viren hervorgerufen, die nicht auf Antibiotika ansprechen.



Naturheilmittel und Tees


Bei Kratzen im Hals und Heiserkeit helfen auch pflanzliche Zubereitungen zum Lutschen. Primelwurzelextrakt lindert Reizhusten und wirkt gleichzeitig schleimlösend. Die Inhaltsstoffe von Isländisch Moos legen sich schützend über die Schleimhäute und fördern die Heilung. Salzpastillen schützen die Schleimhäute vor dem Austrocknen und wirken so wohltuend bei Halsschmerzen, Heiserkeit und Reizhusten.

Ein altbewährtes Hausmittel ist das Gurgeln mit lauwarmem Kamillentee, Thymiantee oder Salbeitee. Nach dem Gurgeln kann der Kräutertee geschluckt werden, so erreichen Sie auch tiefere Halspartien. Die Inhalation von Zubereitungen aus Kamille, Thymian oder Salbei erreicht ebenfalls tiefere Halsabschnitte und löst zusätzlich Verschleimungen. Achten Sie bei Tee auf Apothekenqualität: Diese Produkte werden kontrolliert und enthalten ausreichend wirksame Substanzen. Sie können auch mit Salzlösung gurgeln, um Krankheitserreger wegzuspülen und die wunde Schleimhaut zu beruhigen. Die Gurgellösung stellen Sie am Einfachsten mit vorportionierten Mineralsalzen aus Ihrer Apotheke her. Alternativ lösen Sie einen Teelöffel Kochsalz in einem Glas mit lauwarmem Wasser auf.

Gurgellösungen


Gurgellösungen sind bei Halsschmerzen sehr zu empfehlen, da so die entzündungshemmenden Wirkstoffe direkt an den Krankheitsherd gelangen. Gurgeln Sie drei- bis sechsmal täglich. Bei Halsschmerzen können Sie mit antiseptisch wirksamen Lösungen gurgeln, die zum Beispiel Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid oder Hexetidin enthalten.

Achten Sie auf die Angaben im Beipackzettel. Manche Medikamente dürfen nur kurzfristig bei akuten Beschwerden eingesetzt werden, da bei längerer Benutzungsdauer die Gefahr für Zahnverfärbungen und Geschmacksstörungen besteht. Gebrauchsfertige Gurgellösungen werden unverdünnt angewandt, vorzugsweise nach den Mahlzeiten und nach dem Zähneputzen. Gurgeln Sie etwa eine Minute damit. Nach dem Ausspucken sollten Sie nicht mehr nachspülen. Alternativen aus der Natur bieten Präparate, die pflanzliche Wirkstoffe aus Salbei, Thymian oder Kamille enthalten. Diese Pflanzen wirken reizlindernd und entzündungshemmend.

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Husten: Allgemeine Ratschläge

Soll man bei Husten viel trinken?

Häufig wird bei Husten empfohlen, viel zu trinken, damit der Schleim sich besser löst. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Unter Umständen kann viel Flüssigkeit bei Erkältungen sogar negative Auswirkungen haben und den Mineralstoffhaushalt stören.

Gefahr durch Superinfektion

Husten kann gefährlich werden, wenn auf die ursprüngliche Vireninfektion eine Bakterieninfektion folgt. Durch die bereits vorgeschädigte Schleimhaut haben die Bakterien ein leichtes Spiel. Ein deutliches Anzeichen für eine bakterielle Infektion ist, dass sich das Hustensekret gelb oder grün verfärbt. Dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er stellt die Diagnose und entscheidet, ob Antibiotika oder andere Medikamente eingenommen werden sollen. Das ist wichtig, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten und andere Organe befallen. Im Allgemeinen gilt, dass eine Antibiotikatherapie erst nach dem Erregernachweis durchgeführt werden sollte.
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Husten: Hilfe aus der Apotheke

Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln.

Hustenstiller


Der trockene Reizhusten zu Beginn einer Erkältung kann äußerst schmerzhaft sein und lässt die Patienten weder tagsüber noch nachts zur Ruhe kommen. Mit Hustenstillern kann man den Hustenreiz unterdrücken und dem geschwächten Körper die notwendigen Erholungsphasen ermöglichen. Gängige rezeptfreie Hustenstiller enthalten beispielsweise Wirkstoffe wie Dextromethorphan oder Pentoxyverin. Vorsicht bei diesen freiverkäuflichen Medikamenten ist allerdings geboten beispielsweise bei Schwangeren oder Kindern. Auch wenn Sie andere Medikamente wie etwa MAO-Hemmer oder Antidepressiva einnehmen, sollten Sie vor der Einnahme von Dextromethorphan vorher mit Ihrem Arzt sprechen. Pflanzliche Hustenstiller enthalten zum Beispiel einen Extrakt aus Eibischwurzel, Spitzwegerich, Sonnentau oder Primel. Hustenstiller gibt es als Saft, Tropfen, Kapseln oder als Zäpfchen.

Hustenlöser


Wenn nach einigen Tagen Schleim abgesondert wird und der trockene Reizhusten in produktiven Husten übergeht, können Hustenlöser das Abhusten erleichtern. In den freiverkäuflichen Hustenlösern findet man Wirkstoffe wie Ambroxol, Bromhexin und Acetylcystein (ACC). Sie lockern den zähflüssigen Bronchialschleim und verkürzen so den Krankheitsverlauf.

Hustenstiller und -löser nicht gleichzeitig einnehmen:

Während Hustenlöser den Schleim verflüssigen, unterdrücken Hustenstiller den Hustenreiz. Bei gleichzeitiger Einnahme kann der gelöste Schleim nicht abgehustet werden. Möglich ist dagegen die Anwendung von Hustenlösern am Tage zur Erleichterung des Abhustens kombiniert mit Hustenstillern in der Nacht, wenn trotz Schleimabsonderung ein quälender Hustenreiz besteht. Lassen Sie sich zur richtigen Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Naturheilmittel


Naturheilmittel können sowohl hustenstillend als auch schleimlösend und auswurffördernd wirken. Hustenstiller werden meist zu Beginn einer Erkältung eingesetzt. Sie lindern den Hustenreiz. Pflanzliche Hustenstiller enthalten zum Beispiel einen Extrakt aus Eibischwurzel, Spitzwegerich, Sonnentau oder Primel.

Auswurffördernde Mittel, die auch als Expektorantien bezeichnet werden, helfen bei produktivem, schleimigem Husten. Sie haben zusätzlich krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften. Pflanzliche Hustenlöser enthalten zum Beispiel Extrakte aus Efeu, Thymian, Eukalyptus sowie aus Primelwurzel oder Pelargonienwurzel. Auch bei Naturheilmitteln sollten Sie jedoch auf mögliche Nebenwirkungen und/oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten achten. Wichtig bei der Pelargonienwurzel ist beispielsweise deren Cumaringehalt, der eine Einnahme bei gleichzeitiger Anwendung von Gerinnungshemmern beschränkt.

Darreichungsformen der Medikamente

Hustenmedikamente gibt es als Tee, Salbe, Saft, Tropfen oder Tabletten. Für die Wirkung ist nicht die Darreichungsform, sondern die regelmäßige und ausreichend dosierte Anwendung entscheidend.

Husten- und Bronchialtees:

Kräutertees gegen Husten verbinden die entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung der Heilpflanzen mit wohltuender Wärme. Außerdem beruhigen sie beim Trinken den gereizten Rachen.

Brausetabletten, Granulat, Hustensaft und Hustentropfen:

Die Wirkung setzt schnell ein. Tropfen enthalten allerdings häufig Alkohol. Für Kinder, Schwangere und Leberkranke sollten Produkte ohne Alkohol bevorzugt werden. Bei der Anwendung eines Saftes sollten vor allem Diabetiker ein zuckerfreies Produkt wählen.

Hustenbonbons/Lutschpastillen:

Das Lutschen ist praktisch für unterwegs und hält die Schleimhäute feucht. Wenn zum Husten ein rauer Hals kommt, ist das Lutschen besonders wohltuend. Man unterscheidet hustenstillende und schleimlösende Produkte.

Erkältungsbalsame und -bäder:

Erkältungsbalsame entfalten ihre Wirkung am besten, wenn sie auf die Brust gerieben werden. Sie enthalten ätherische Öle, die auf der warmen Haut verdampfen und dann eingeatmet werden. Durch diesen Inhalationseffekt gelangen die Wirkstoffe direkt in den Bronchialtrakt, wo sie die Atemwege frei machen. Ähnlich und gleichzeitig entspannend wirken auch Erkältungsbäder.

Als Wirkstoffe für Balsame und Bäder haben sich bei Husten beispielsweise Kampfer, Eukalyptusöl, Menthol und Eibischwurzel bewährt. Ätherische Öle sind für Säuglinge und Kleinkinder nur eingeschränkt geeignet. In Ihrer Apotheke werden Sie hierzu umfassend informiert.

Inhalationsmittel:

Erkältungsbalsam kann, wenn er in heißes Wasser gegeben wird, auch zum Inhalieren verwendet werden. Dies kann durch einen Inhalator, oder über einem einfachen, offenen Gefäß geschehen. Neben Erkältungsbalsam kommen auch Auszüge ätherischer Öle, Mineralsalze oder Schleimlöser (Ambroxol) als Inhalationsmittel zum Einsatz. Inhalationen lindern nicht nur bei Husten die Beschwerden. Sie eignen sich zur Behandlung von allen Atemwegsinfekten.

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Schnupfen: Allgemeine Ratschläge

Erkältungstees bei Schnupfen

Erkältungstees wirken entzündungshemmend und bringen wohltuende Wärme. Achten Sie auf die richtige Dosierung und lassen Sie den Tee ausreichend lange ziehen. Bei den meisten Produkten wird empfohlen, maximal drei bis fünf Tassen am Tag zu trinken, aber höchstens vier Wochen lang. Schwangere sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Für Kinder und Kleinkinder gibt es spezielle Kindertees. Bevorzugen Sie zuckerfreie Produkte, bei zuckerhaltigen Tees besteht Kariesgefahr.

Abschwellende Nasentropfen nur kurzfristig anwenden:

Bei Schnupfen, der die Atmung durch die Nase beeinträchtigt, können abschwellende Nasentropfen eingesetzt werden. Diese eignen sich jedoch nur zum kurzfristigen Gebrauch. Sie sollten nicht länger als fünf bis sieben Tage angewandt werden, der Körper könnte sich sonst an ihren Gebrauch gewöhnen. Der natürliche Mechanismus, der ein Abschwellen der Schleimhäute bewirkt, bleibt aus und die Schleimhäute sind dauerhaft geschwollen. Der Patient ist auf den ständigen Gebrauch von Nasentropfen angewiesen, um frei atmen zu können. Fachleute bezeichnen dies als Arzneimittel-Schnupfen.
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Schnupfen: Hilfe aus der Apotheke

Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man Schnupfen auch selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Abschwellende Tropfen oder Sprays


Eine spezielle Therapie gegen Schnupfenviren gibt es nicht, man kann nur die Symptome bekämpfen. Bei verstopfter Nase erleichtern abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays die Atmung. Unter dem Einfluss abschwellender Medikamente ziehen sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammen. Die bei Schnupfen geschwollenen Schleimhäute bilden sich zurück und man kann wieder frei atmen. Die Tropfen oder Sprays enthalten Oxymetazolin oder Xylometazolin. Sie verbessern bei Schnupfen den Sekretabfluss und die Belüftung der Nasengänge.

Allerdings sollten sie nicht länger als eine Woche genommen werden. Bei längerer Anwendung kann ein Gewöhnungseffekt auftreten. Bei Säuglingen und Kleinkindern dürfen nur niedrig dosierte Produkte zur Anwendung kommen. Halten Sie sich an die empfohlenen Dosierungsvorschläge. Säuglinge bis sechs Monate sollten wegen möglicher Nebenwirkungen nur nach ärztlicher Anweisung mit abschwellenden Nasentropfen behandelt werden.

Grippemittel – Erkältungskapseln und Säfte


Erkältungspräparate mit Wirkstoffkombinationen, sogenannte Grippemittel, wirken Kopf- und Gliederschmerzen entgegen, bekämpfen gleichzeitig verschiedene Erkältungssymptome und wirken zusätzlich fiebersenkend. Durch eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute werden Schnupfensymptome wie eine verstopfte Nase gelindert. Einige Medikamente unterdrücken auch den Hustenreiz. Allerdings sind manche Kombinationspräparate bei Diabetes, andere bei Bluthochdruck und Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung (zum Beispiel Prostatabeschwerden) nicht geeignet. Beachten Sie hierzu bitte den Beipackzettel.

Salzlösungen

Bei trockener, entzündeter Nase helfen Tropfen oder Sprays, die Mineral- oder Meersalze enthalten. Ein bewährtes Hausmittel bei Schupfen ist das Freischnäuzen oder Spülen der Nase mit Salzspülungen. Hierfür gibt es Mineralsalze, die in Beuteln vorportioniert sind. Ziehen Sie die Lösung jeweils in ein Nasenloch ein, während Sie das andere zuhalten. Dann das Wasser mit vorsichtigem Schnäuzen durch Nase oder Mund wieder ausfließen lassen. Alternativ können Sie spezielle Nasenspülkännchen aus Ihrer Apotheke verwenden. Die Salzlösungen befeuchten die Schleimhäute, erleichtern die Atmung und lösen gleichzeitig Krusten.
Sie sind gut verträglich und können auch vorbeugend gegeben werden. Bei gleichzeitiger Anwendung weiterer Medikamente in der Nase muss die Salzlösung zuerst verabreicht werden.
Ideal sind Salzlösungen auch für Säuglinge. Kombinationen mit Dexpanthenol sind angezeigt bei wunder Nase.

Nasentropfen oder Sprays dürfen nicht von mehreren Personen gleichzeitig angewandt werden (Übertragung von Krankheitserregern). Beschriften Sie die Fläschchen mit Namen und Datum des Anbruchs. Geöffnete Nasentropfen oder -sprays sind nur begrenzt haltbar: Beachten Sie die Angaben im Beipackzettel.

Naturheilmittel


Ätherische Öle wirken entzündungshemmend und verbessern die Nasenatmung. Sie sind als Wirkstoffe in verschiedenen Medikamenten enthalten:

Erkältungsbalsame:

Erkältungsbalsame enthalten ätherische Öle. Diese sind leicht flüchtig und verdampfen auf der warmen Haut. Die Dämpfe steigen auf und werden eingeatmet. Durch diesen Inhalationseffekt gelangen die Wirkstoffe direkt in den Bronchialtrakt. Ähnlich wirken auch Erkältungsbäder.

Inhalationsmittel:

Als Inhalationsmittel kommen beispielsweise Erkältungsbalsam, Auszüge ätherischer Öle oder Mineralsalze zum Einsatz. Sie werden in heißes Wasser gegeben, der aufsteigende Dampf wird inhaliert. Man kann einen Inhalator oder ein offenes Gefäß dafür verwenden. Inhalationen eignen sich zur Behandlung von allen Atemwegsinfekten. Weiter zur Inhalation gut geeignet sind pflanzliche Mittel, die zum Beispiel Kamillenblüten oder Kamillenblütenextrakte enthalten.

Pfefferminz- und Eukalyptusöl für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich:

Bestimmte Erkältungssalben dürfen bei Säuglingen und Kleinkindern nicht im Bereich von Hals und Gesicht, insbesondere der Nase, aufgetragen werden. Wirkstoffe wie Campher, Cineol, die in Eukalyptusöl enthalten sind, oder Menthol, das Bestandteil des Pfefferminzöls ist, können bei den ganz Kleinen zu Atemnot führen. Verwenden Sie für Kinder unter zwei Jahren säuglings- und kleinkindgerechte Produkte. Hier finden Sie oft den Hinweis: „Säuglingsgerecht, enthält kein Menthol".

Um einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) vorzubeugen, können Sie gleich mit den ersten Schnupfensymptomen pflanzliche Schleimlöser und Entzündungshemmer nehmen. Als Kapseln, Dragees oder Tropfen findet man Medikamente, die Anis, Thymian, Primel oder Eukalyptus beziehungsweise Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Holunderblüten und Eisenkraut enthalten. Daneben wird auch die Einnahme von Cineol oder Myrtol (Myrte) empfohlen.

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Wann ist der Einsatz von Antibiotika nötig?

Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen. Viele Infektionen der oberen Atemwege werden jedoch von Viren ausgelöst. Gegen Viren haben Antibiotika keinerlei Wirkung, hier kann der unnötige Einsatz sogar Nachteile mit sich bringen: beispielsweise allergische Reaktionen oder eine Resistenzentwicklung.

Antibiotika sind allerdings dann angebracht, wenn sich auf einer durch Viren vorgeschädigten Schleimhaut der Atemwege zusätzlich Bakterien festsetzen. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion sollte Sie ein Arzt behandeln: Er wird entscheiden, ob der Einsatz von Antibiotika nötig ist.

Bei folgenden Erkrankungen können Antibiotika notwendig werden:

Husten (Bronchitis)


Die akute Bronchitis, eine Entzündung der Bronchien mit Husten als Symptom, wird fast immer von Viren ausgelöst. Auf der entzündeten Schleimhaut der Bronchien können sich Bakterien leichter ausbreiten und eine zweite, bakterielle Infektion verursachen. Eine bakterielle Bronchitis dauert in der Regel länger als sieben Tage und wird von gelbgrünem Auswurf begleitet.

Mandelentzündung (Angina, Tonsillitis)


90 Prozent aller Rachenentzündungen werden von Viren ausgelöst. Anzeichen für eine bakterielle Mandelentzündung sind hohes Fieber (über 39 Grad Celsius) über mehrere Tage, Halsschmerzen, die sich nicht bessern, geschwollene Lymphknoten und eitrige Stippen oder ein schmieriger gelblicher Belag auf den Mandeln.

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Schnupfen


Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen werden fast immer durch Viren ausgelöst. Bakterien nisten sich meist erst auf der bereits durch Viren oder Allergien vorgeschädigten Schleimhaut ein. Eine bakterielle Sinusitis hält normalerweise länger als eine Woche an und es besteht ein Druckschmerz, der sich beim Bücken verstärkt.

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Homöopathische Mittel bei Erkältung

Homöopathische Mittel haben in der Regel keine Nebenwirkungen. Sie können auch bei Kindern eingesetzt werden. Bei Säuglingen gibt es jedoch Anwendungsbeschränkungen, insbesondere dann, wenn die Mittel Alkohol enthalten. Allerdings fehlen weiterhin wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel, die über einen Placeboeffekt hinausgeht.

Homoöpathische Mittel werden je nach Ausprägung der Symptome und dem Allgemeinzustand des Patienten verordnet.

So können bei Halsschmerzen beispielsweise Aconitinum, Atropinum sulfuricum und Mercurius angewandt werden.

Bei Husten mit Schleimbildung werden je nach den folgenden typischen Merkmalen die zugehörigen homöopathischen Medikamente gewählt:
  • Husten nach Erkältung und Durchnässung, zäher Schleim: Dulcamara
Dulcamara
Dulcamara ist eine Giftpflanze. Der „bittersüsse Nachtschatten" wird in der Homöopathie vor allem dann eingesetzt, wenn die Erkrankungen nach Durchnässung, Kälte oder Wetterwechsel auftreten oder sich verschlimmern.
  • Husten mit Brechreiz, Schleim „rasselnd" und schwer abhustbar, nachts schlechter: Ipecacuanha
Ipecacuanha
Die Brechwurzel ist eine giftige Pflanze. Sie erzeugt starken Brechreiz. Homöopathisch aufbereitet jedoch, soll sich die Wirkung umdrehen. Man verwendet sie daher bei Übelkeit, aber auch bei Atemnot und Migräne.

Außerdem – jedoch ohne weitere Beschreibung:
  • zäher, fadenziehender, weißlicher Schleim, in der Nacht Hustenanfälle: Coccus cacti
  • wirkt schleimlösend: Stibiatum sulfuratum aurantiacum (auch Antimonium sulfuratum aurantiacum)
  • zäher, weißlicher Schleim, Besserung im Sitzen, Atemnot, Schwäche: Antimonium tartaricum


Bei trockenem Husten (Bronchitis) können diese Mittel eingesetzt werden:
  • Erkältung, oft mit Fieber, harter, bellender Husten, Reizhusten, krampfartig: Belladonna
Belladonna
Die Tollkirsche ist eine Giftpflanze. Der Fruchtsaft wurde früher von Frauen verwendet, um die Pupillen ihrer Augen zu vergrössern. Sie wurden zur Belladonna (schönen Frau). Durch homöopathische Aufbereitung wird aus diesem Gift laut Homöopathie eines der wichtigsten homöopathischen Medikamente überhaupt. Es wird als Grippemittel gegen Fieber und Kopfschmerzen eingesetzt.
  • krampfartiger Husten, vor allem nachts, Keuchhusten, Fieberkrämpfe: Cuprum acetikum
Cuprum aceticum
Cuprum aceticum wird aus Kupferacetat, auch Grünspan genannt, hergestellt. Es kommt in der Homöopathie insbesondere bei der Neigung zu Krämpfen, beispielsweise Fieberkrämpfen zum Einsatz.
  • krampfartiger, bellender Husten, Kälte und Morgenstunden verschlechtern das Krankheitsbild: Hepar sulfuris
Hepar sulfuris
Kalkschwefelleber aus Schwefelblumen und dem Inneren der Austernschalen soll eines der wichtigsten homöopathischen Präparate von Samuel Hahnemann (1755-1843), dem Begründer der homöopathischen Lehre, gewesen sein. Daher wird Hepar sulfuris oft noch mit der Zusatzbezeichnung „Hahnemanni" versehen. Übrigens wird auch Calcium carbonicum Hahnemanni aus der Austernschale gewonnen.
  • plötzlich auftretende, nächtliche Hustenanfälle, mit Erkältung. Besserung in frischer Luft: Aconitum
Aconitum napellus
Aconitum napellus ist eine der giftigsten Pflanzen. Alle Teile des Eisenhuts sind giftig, vor allem die Wurzel und die Samen. Schon wenige Blüten oder Blätter können tödlich wirken. Homöopathisch aufbereitet ist Aconitum kommt oft bei Schmerzen und bei Erkältungskrankheiten zum Einsatz, die schnell und dramatisch beginnen.
  • Husten durch Überanstrengung bei Erkältung, morgens schmerzhaft: Drosera
Drosera rotundifolia
Drosera rotundifolia ist eine fleischfressende Pflanze, die auch in Deutschland vorkommt und unter Naturschutz steht. Das homöopathische Mittel Drosera rotundifolia wird bei Husten (krampfhafter Husten), Heiserkeit und Schmerzen verwendet.
  • Rachen trocken und rau, Husten hohlklingend, Kitzeln im Hals, unwillkürlicher Harnabgang beim Husten: Causticum Hahnemanni
Causticum Hahnemanni
Causticum Hahnemanni ist der klassische Ätzstoff Hahnemanns. Zur Herstellung wird aus Marmor frisch gebrannter Kalk gewonnen. Diesen Kalk versetzt man wiederum mit doppelsaurem, schwefelsaurem Kalium und gewinnt so Causticum Hahnemanni.
  • Husten rau, schmerzhaft, trockener Grippehusten, Durstgefühl: Bryonia
Bryonia
Die Zaunrübe (eine Kletterpflanze) wurde in der Pflanzenheilkunde schon immer als Medizin gegen Atemwegserkrankungen und rheumatische Beschwerden eingesetzt. In der Homöopathie ist Bryonia auch heute noch ein häufig angewandtes Medikament bei allen Beschwerden, bei denen Bewegung sich ungünstig auswirkt und die Schmerzen stechend sind.
  • Steigerung der Abwehrkräfte, „Abfangen" eines Hustens in einer frühen Phase: Echinacea
Echinacea angustifolia
Echinacea (Roter Sonnenhut) ist in der Pflanzenheilkunde und in der Homöopathie eine häufig eingesetzte Pflanze. Die körpereigenen Abwehrkräfte sollen gestärkt, eine gerade aufkommende Erkrankung (Erkältung) abgefangen, beziehungsweise der Verlauf gemildert werden.

Außerdem – jedoch ohne weitere Beschreibung:
  • krampfartiger Reizhusten, trockener Hals, nachts schlechter: Hyoscyamus
  • Husten rau, bellend, mit Heiserkeit, nachts schlechter: Spongia
  • Reizhusten, oft nach Schnupfen, kitzelnd, in Kälte schlechter: Rumex crispus
  • Beginn mit Schnupfen, Reizhusten, Kopfschmerz infolge Nebenhöhlenentzündung: Sticta


Für die Behandlung von beginnendem Schnupfen werden folgende Medikamente angewandt:
  • wässriges Sekret, Niesen, Frösteln: Camphora
Camphora
Camphora wird gegen Erkältungen und Krampfzustände eingesetzt. Man nimmt es, wenn man den Schnupfen oder die Erkältung ahnt, also bei den ersten Anzeichen: Kribbeln, Halskratzen, Niesen, Frösteln. Im Gegensatz zu dem anderen Vorbeugepräparat Echinacea darf Camphora nicht zusammen mit anderen homöopathischen Medikamenten verabreicht werden, da hierdurch deren Wirkung beeinflusst werden soll.
  • Frösteln, Halskratzen, Niesen, Kopfschmerz: Nux vomica
Nux vomica
Nux vomica ist laut Homöopathie eines der wichtigen homöopathischen Medikamente für die Haus- und Reiseapotheke. Es kann vielseitig eingesetzt werden – besonders bei Erkältung, Reisekrankheit, Übelkeit und Kater.
  • Anfangsstadium, Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte: Echinacea
Echinacea angustifolia
Echinacea (Roter Sonnenhut) ist in der Pflanzenheilkunde und in der Homöopathie eine häufig eingesetzte Pflanze. Die körpereigenen Abwehrkräfte sollen gestärkt, eine gerade aufkommende Erkrankung (Erkältung) abgefangen, beziehungsweise der Verlauf gemildert werden.



Bei fließendem Schnupfen kommen diese homöopathischen Mitteln zum Einsatz:
  • Nasensekret brennt, Tränensekret dünn-wässrig, aber mild: Allium cepa
Allium cepa
Ein Beispiel für die Wirkungsumkehr in der Homöopathie und Hahnemanns Leitsatz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen": Zwiebelschneiden erzeugt Tränenfluss, Niesen, Reizungen. Homöopathisch aufbereitet soll die Zwiebel gegen eben diese Symptome wirken. Sie soll nicht nur das Gefäßsystem jung halten, sondern auch Husten, Verdauungsbeschwerden und Entzündungen lindern.
  • scharfer Tränenfluss, Auge geschwollen-gerötet, Nasensekret mild: Euphrasia
Euphrasia officinalis
Der Name sagt es schon: Augentrost. Wenn das Auge gereizt ist, die Augenlider geschwollen sind und die Tränenflüssigkeit brennt, soll Euphrasia Linderung bringen. Es kommt auch als Mittel gegen Heuschnupfen zum Einsatz.



Wenn die Nase bei Schnupfen verstopft ist, greifen Homöopathen zu diesen Mitteln:
  • trockene Krusten, häufig Nebenhöhlenentzündung, chronisch: Luffa
Luffa operculata
Luffa ist kein Meeres- oder Süßwasser-Schwamm, sondern eine getrocknete Kürbisfrucht (Luffa Esponjilla). Die Therapie mit Luffa soll sich laut Homöopathie zur längeren Anwendung bei trockener Nase und Nasentropfenmissbrauch (Dauergebrauch) eignen.
  • Nasennebenhöhlenentzündung mit starkem Druckgefühl an der Nasenwurzel: Cinnabaris
Cinnabaris
Cinnabaris wird umgangssprachlich Zinnober genannt und ist ein Quecksilbersulfid. Homöopathisch aufbereitet wird es als Mittel gegen Beschwerden der oberen Atemwege, etwa chronischem Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung eingesetzt.
  • Kälte verschlechtert Beschwerden, anfällig gegen Erkältungen, chronisch: Thuja
Thuja occidentalis
Thuja oder Lebensbaum stammt ursprünglich aus Nordamerika. In Europa wird er häufig als immergrüne Hecke gepflanzt. Er kann bis zu 20 Meter hoch werden. In der Homöopathie dienen die frischen einjährigen Zweige als Ausgangsstoffe. Thuja wird häufig gegen Warzen und Erkältungen angewandt.
  • zähschleimiger Schnupfen, Rachen mit betroffen, Wärme bessert Beschwerden, chronisch: Kalium bichromicum
Kalium bichromicum
Mit Kalium bichromicum oder chemisch Kaliumbichromat wurde früher die Syphilis behandelt. Heute wird das Ätzmittel medizinisch nicht mehr verwendet. In der Homöopathie wird es häufig bei Entzündungen im Kopfbereich – wie Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung und Erkältung – eingesetzt.
  • Kältegefühl, Kopfschmerz, morgens schlechter: Nux vomica
Nux vomica
Nux vomica ist laut Homöopathie eines der wichtigen homöopathischen Medikamente für die Haus- und Reiseapotheke. Es kann vielseitig eingesetzt werden – besonders bei Erkältung, Reisekrankheit, Übelkeit und Kater.
  • Sekret dick-gelbgrün, Bewegung im Freien bessert, abends und nachts schlechter: Pulsatilla
Pulsatilla pratensis
Pulsatilla wird in der Homöopathie besonders häufig verwendet und soll in die Haus- und Reiseapotheke gehören. Auch in der Personotropie (das heißt der „ganze Mensch" wird als „Typ" behandelt) spielt Pulsatilla eine große Rolle. Personotropie sollte von einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden. Zudem ist Pulsatilla ein häufig eingesetztes Mittel in der Frauenheilkunde.
  • chronischer Schnupfen: Hydrastis
Hydrastis
Schon amerikanische Ureinwohner verwendeten Hydrastis, die kanadische Gelbwurz. In der Homöopathie wird Hydrastis vor allem bei Beschwerden der Schleimhäute eingesetzt.



Bei Halsschmerzen werden folgende Mittel angewandt:
  • Brennend, stechende Schmerzen, heiß, berührungsempfindlich:
    Apis mellifica
Apis mellifica
In der Homöopathie wird Apis mellifica (verwendet werden die ganzen Honigbienen, die mit Milchzucker verrieben werden) gegen Schmerzen, die brennen und stechen eingesetzt.
  • Hals rot und geschwollen, stechender Schmerz oft bis in die Ohren ausstrahlend: Phytolacca
Phytolacca
Die Kermesbeere stammt aus Nordamerika. Der Saft der Beeren ist purpurrot und wurde früher in Südeuropa zum Strecken von Rotwein verwendet. Beim Essen verursacht ihre Färbekraft einen roten Hals. Daher soll sie nach der Ähnlichkeitsregel bei Entzündungen im Hals, die eine Rötung der Schleimhäute verursachen, helfen.
  • geschwürige Halsentzündung und eitrige Angina, vor allem auf der linken Halsseite: Mercurius bijodatus
Mercurius bijodatus
Mercurius bijodatus wird aus Quecksilberjodid hergestellt. Quecksilber ist sehr giftig. In homöopathischen Dosen wird es jedoch bei Entzündungen der Schleimhäute eingesetzt.
  • Halsentzündungen, Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Abwehrschwäche: Silicea
Silicea
Silicea ist eine im menschlichen Körper vorkommende „biochemische“ Substanz. Sie kommt vor allem bei Erkrankungen der Schleimhäute, des Lymphsystems, der Haut und des zentralen Nervensystems zum Einsatz.
  • Heiserkeit, Rachenentzündung, Bronchitis: Phosphorus
Phosphorus
In der Homöopathie findet der gelbe Phosphor Verwendung. Eingesetzt wird Phosphorus bei Beschwerden durch Ängste und Kummer und brennenden Schmerzen, aber auch bei Entzündungen im Hals, Bronchitis und Kopfschmerzen.



Bei Grippe und Erkältung mit Kopfschmerzen werden folgende homöopathische Mittel verwendet:
Gelsemium sempervirens
Gelsemium sempervirens oder gelber Jasmin ist eine immergrüne Pflanze, die an Flussufern Nordamerikas vorkommt. Man verwendet das Mittel beispielsweise bei Kopfschmerzen, Fieber und auch Lampenfieber.
Eupatorium perfoliatum
Eupatorium perfoliatum wird aus blühendem Wasserhanf gewonnen. Schon die Indianer verwendeten die Pflanze gegen Fieber. Eupatorium wird in der Homöopathie gegen Grippe und schwere, fieberhafte Erkältungen angewendet. Viele homöopathische Grippemittel enthalten Eupatorium.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch weitere Hinweise zu den einzelnen Medikamenten finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke gerne. Beachten Sie die Dosierungsanleitung, die Medikamente können nur richtig wirken, wenn Sie regelmäßig und richtig dosiert eingenommen werden.
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Bonbons in Dose
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Das Lutschen von Hustenbonbons regt die Speichelproduktion an. So wird bei einer Halsentzündung die Schleimhaut befeuchtet und das Schlucken erleichtert.
Getrocknete Kamillenblüten
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Kamille wirkt reizlindernd und enzündungshemmend. Sie kann als Tee, als Gurgellösung oder als Inhalation gegen Erkältungsbeschwerden helfen.
Schüssel mit Kräuteraufguss
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Inhalieren mit Kräutern oder Kochsalz verflüssigt den Schleim in den Nebenhöhlen und Atemwegen, sodass die Erreger schneller abfließen können.
Salbei
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Salbei hemmt Entzündungen und wirkt antibakteriell. Das Gurgeln mit Salbeitee oder das Lutschen von Salbeibonbons ist daher hilfreich bei Halsschmerzen und Husten.
Nasenspray
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Abschwellendes Nasenspray erleichtert die Atmung bei einer verstopften Nase. Allerdings darf es nicht länger als eine Woche angewandt werden, denn der Körper kann süchtig danach werden.