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Arthrose – Ursachen
Generell kann jeder Mensch früher oder später die Diagnose Arthrose erhalten. Das Risiko, im Laufe des Lebens daran zu erkranken, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Zwar sind noch nicht alle Ursachen der Erkrankung bekannt, einige Faktoren erhöhen allerdings die Wahrscheinlichkeit der krankhaften Gelenkabnutzung. Der wichtigste Risikofaktor ist das Alter. Ab dem fünfzigsten Lebensjahr steigt die Zahl der Arthroseerkrankungen dramatisch. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Frauen nach den Wechseljahren tragen ein weitaus höheres Risiko als Männer, eines Tages an Arthrose des Knies oder der Finger zu erkranken. Man vermutet, dass die hormonelle Umstellung in der Menopause dafür verantwortlich ist. Weitere Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit von „Arthropathien“ – also Erkrankungen, die die Gelenke betreffen – erhöhen, sind:Gelenkdeformierungen Arthrose an den Knie- und Hüftgelenken ist sehr viel häufiger als an den Armgelenken, da die Beine einer größeren Belastung ausgesetzt sind. Jedoch führt die moderate alltägliche Belastung bei einer natürlichen Stellung der Beine und ungestörter Gelenkbewegung keineswegs zum krankhaften Verschleiß der Gelenke. Vielmehr sind Deformierungen der Gelenke für den übermäßigen Knorpelverlust verantwortlich. Sie führen zu einer ungleichmäßigen Belastung und Abnutzung der Gelenke. So sind O- oder X-Beine häufig Ursache für eine Arthrose der unteren Extremitäten. Neben anderen Fehlstellungen begünstigen auch angeborene Hüftluxationen, Skoliose, Rundrücken, Hohlkreuz, Flachrücken sowie Platt-, Klump- oder Knicksenkfüße eine Arthrose.Verletzungen Knochen-, Bänder- oder Sehnenverletzungen können zu einer bleibenden Schädigung, Fehlstellung, Instabilität oder Unterversorgung des Gelenks und somit zu Arthrose führen. Neben daraus resultierenden Schon- und Fehlhaltungen der Gelenke kann auch die Verletzung selbst Einfluss auf die Ausbildung einer Arthrose haben. Kommt es nach Gelenkverletzungen oder gelenknahen Verletzungen zu Einblutungen (Bluterguss), strömen häufig auch verschiedene biochemische Stoffe in das Gelenk – zum Teil in großen Mengen. Von einigen dieser Stoffe wird vermutet, dass sie in hoher Konzentration den Knorpel verändern und somit den Gelenkverschleiß begünstigen (biochemisch bedingte Arthrose). Stoffwechselstörungen Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus oder Gicht, beeinträchtigen durch ihre vielfältigen Einflüsse auf den Körper unter anderem auch die Versorgung und die Funktion der Gelenke. So werden die Gelenke nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt oder es kommt zur Ablagerung von Stoffen und Kristallen, die den Knorpel direkt angreifen. Entzündungen Gelenkentzündungen wie die rheumatoide Arthritis, schädigen die Gelenke und begünstigen die Entstehung einer Arthrose. Auch die Psoriasis (Schuppenflechte) kann die Gelenke befallen. Bei schweren Formen führen die Gelenkentzündungen nicht selten zu Deformierungen der Finger und Zehen. Bakterielle Erkrankungen können zum Teil auch auf die Gelenke übergreifen und somit die Ursache einer Arthrose sein. Zu nennen sind hier die Borreliose (meist infolge eines Zeckenstichs), Scharlach oder die bakterielle Arthritis. Durchblutungsstörungen Erreicht zu wenig sauerstoff- und nährstoffreiches Blut die Gelenke, werden diese nicht mehr ausreichend versorgt, es kommt zur Schädigung der von den Durchblutungsstörungen betroffenen Regionen und natürlich auch der Gelenke, die sich hier befinden. Am häufigsten sind die Beine betroffen (Venenleiden, Krampfadern). Medikamente Medikamente, insbesondere Kortisonpräparate, können dem Gelenkknorpel schaden und somit zur Entstehung einer Arthrose beitragen. Betroffen sind nach längerer Kortisoneinnahme besonders häufig die Hüft- oder Oberarmgelenke. Übergewicht Übergewicht gilt als ein Hauptrisikofaktor für Arthroseerkrankungen. Der Grund: Jedes Kilo mehr auf der Waage bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Gelenke. Umgekehrt kann eine Gewichtsreduzierung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.Einseitige Belastung/Überbelastung Bestimmte Berufe sind mit einem gesteigerten Arthrose-Risiko verbunden (beispielsweise der Beruf des Fliesenlegers). Viele Berufstätige sitzen während eines Großteils ihrer Arbeitszeit und schaffen in ihrer Freizeit keinen Ausgleich. Dieser Bewegungsmangel führt dazu, dass der Stoffwechsel im Gelenk abnimmt. Als Beispiel sei hier die Kniescheibe angeführt: Im Sitzen ist das Knie die meiste Zeit gebeugt und die Kniescheibe wird eng an das Kniegelenk gepresst. Dieser permanente Druck führt zu einer Mangelversorgung der Gelenkflächen.BewegungsmangelDer hyaline Knorpel ist nicht von Blutgefäßen durchzogen, der Nährstofftransport wird nur durch Bewegung gewährleistet. Fehlt es an Bewegung, dann ist der Gelenkknorpel mit Nährstoffen unterversorgt. Bewegungsmangel legt daher den Grundstein für die Entstehung einer Arthrose. Genetische Veranlagung Es konnte noch nicht sicher nachgewiesen werden, dass die Disposition, an Arthrose zu erkranken, erblich ist. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass es genetische Zusammenhänge gibt, wobei teilweise eine oder auch mehrere Generationen übersprungen werden können.
Demenz/Alzheimer – Therapie: vaskulären Demenz
Da vaskuläre Demenz hauptsächlich auf Schädigungen der Hirngefäße beruht, müssen weitere Gefäßschäden vermieden werden. Falls dennoch ein akuter Schlaganfall als Folge der Durchblutungsstörungen auftritt, wird er entsprechend der aktuellen Therapierichtlinien behandelt. Zudem ist die konsequente Beseitigung der Risikofaktoren oberstes Ziel: Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck sollte mit ACE-Hemmern wie etwa Ramipril gesenkt werden. Zusätzlich wird der Arzt sogenannte Blutplättchen-Hemmer (zum Beispiel Azetylsalizylsäure, Clopidogrel) verschreiben, die eine weitere Anlagerung von Blutplättchen an bereits geschädigte Gefäßwände vermindern. Eine andere Behandlungsmöglichkeit bieten auch gerinnungshemmende Medikamente, die die Fließfähigkeit des Blutes verbessern. Allerdings ist dies nur zu empfehlen, wenn regelmäßige Gerinnungskontrollen durchgeführt werden. Weitere wichtige Maßnahmen sind der Verzicht auf Rauchen, Sport, Gewichtsabnahme bei Übergewicht und die Reduktion von Salz in der Nahrung. Falls Diabetes mellitus vorliegt, ist auf eine gute Blutzuckereinstellung zu achten, bei Fettstoffwechselstörungen auf die Einstellung der Lipidwerte im Blut. Weiterhin wird der Arzt Acetylcholinesterase-Hemmer empfehlen, die die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen unterstützen. Wie auch bei der Alzheimer-Demenz, mildern sie die Symptome und den Verlauf der vaskulären Demenz.Weil das Gefäßsystem bei vaskulärer Demenz meist aber bereits stark geschädigt ist, kann die Behandlung – ähnlich wie bei der Alzheimer-Demenz – nur noch eine gewisse Verlangsamung des Abbauprozesses bewirken.
Alzheimer/Demenz – Vaskuläre Demenz
Die vaskuläre Demenz wird von Durchblutungsstörungen des Gehirns verursacht. Diese können je nach Art, Ursache und Ausmaß sehr unterschiedliche Hirnschädigungen hervorrufen. Deshalb gibt es bei der vaskulären Demenz auch kein einheitliches Störungsbild. Neben den kognitiven Einbußen und einer Veränderung der Persönlichkeit fallen oft auch Störungen der Bewegung und der Sprache sowie Schwierigkeiten beim Sprechen auf. Vaskuläre Demenzen treten meist sehr plötzlich auf, können sich aber auch über einen längeren Zeitraum entwickeln. Risikofaktoren für die vaskuläre Demenz sind: Alter, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen (zum Beispiel erhöhtes Cholesterin), Diabetes, Übergewicht, Rauchen Ein Blick auf die Risikofaktoren macht deutlich: Der Lebensstil spielt bei der Entstehung der vaskulären Demenz eine große Rolle. Wer sich vor Demenz schützen möchte, sollte deshalb das Rauchen aufgeben,, mehrmals in der Woche Sport treiben,, Kuchen und Süßigkeiten nur in Ausnahmefällen konsumieren,, Alkohol nur in geringen Mengen trinken,, vitaminreich essen, also viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte,, den Verzehr von tierischen Fetten, die vor allem in Fleisch, Butter und Milchprodukten enthalten sind, einschränken. Ernährungsexperten raten beim Fettkonsum zur Drittel-Regel: Nur ein Drittel der verzehrten Fette sollte tierischen Ursprungs sein. Die übrigen zwei Drittel sollten aus pflanzlichen Fetten bestehen, die zum Beispiel in Pflanzenöl und Nüssen enthalten sind. Auch bestimmte Fischarten wie Dorsch, Lachs und Makrele sind zu empfehlen, da sie Omega-3-Fettsäuren enthalten, die die Gefäße schützen können.
Durchblutungsstörung – Ursachen/Risikofaktoren
Niedriger Blutdruck (Hypotonie) Gefäßentzündung (Vaskulitis). Dabei unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Vaskulitis. Bei der primären handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu den rheumatischen Erkrankungen gehört. Die sekundäre Form wird ausgelöst durch Medikamente oder Infektionen. Allerdings ist Vaskulitis als Ursache für Durchblutungsstörungen relativ selten, wie auch die Folgende: Raynaud-Syndrom. Hier handelt es sich um Gefäßkrämpfe, die zu Durchblutungsstörungen an Fingern und Zehen führen. Hervorgerufen werden die Krämpfe durch Stress oder Kälte. Als Auslöser für die Erkrankung, die nach ihrem Erstbeschreiber Maurice Raynaud (1834–1881) benannt ist, werden verschiedene Faktoren diskutiert. So ist das primäre Raynaud-Syndrom wohl genetisch bedingt das sekundäre Raynaud-Syndrom kann unter anderem im Rahmen einer Rheumaerkrankung auftreten oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente. Hauptursache für Durchblutungsstörungen – ist jedoch die Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) dorthin. Sie findet im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses statt. Eine gesunde Lebensweise verlangsamt den Verschleiß. Umgekehrt verstärken und beschleunigen bestimmte Risikofaktoren die Ablagerungsprozesse. Gefäßverschlüsse beispielsweise durch Embolien, die im Blutstrom angeschwemmten Partikel bleiben an der engsten Stelle stecken und führen zu einer Sauerstoffunterversorgung des anschließenden Gebietes. Meistens geschieht dies im Rahmen einer Arteriosklerose. Die wichtigsten Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen sind: Rauchen erbliche Veranlagung zu Arterienverkalkung männliches Geschlecht Diabetes mellitus, sowohl Typ 1 als auch Typ 2 erhöhter Blutdruck (Hypertonie) erhöhte Blutfettwerte Übergewicht Bewegungsmangel Stress
Fettstoffwechselstörung – Ernährungsbedingte Ursachen
Eine einseitige Ernährung, die vor allem aus tierischen Produkten wie Fleisch, Käse und Eiern besteht, ist ein Risikofaktor für erhöhte Cholesterinwerte. Eine solche Ernährungsweise ist reich an gesättigten Fettsäuren, die in der Leber leichter zu Cholesterin abgebaut werden als ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren – und mehrfach ungesättigte Fettsäuren – sind vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Raps- und Sonnenblumenöl, Nüssen, Samen und Avocados enthalten. Eine gesunde und auch cholesterinarme Ernährung enthält dagegen weit mehr ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Fetten als gesättigte Fettsäuren aus tierischen Fetten. Ein weiterer Risikofaktor kann Übergewicht sein. Nicht nur, weil Übergewicht meistens aus einer zu fettreichen Ernährung entsteht – schließlich gibt es auch Menschen, die viel tierisches Fett essen und trotzdem schlank sind. Übergewicht kann auch auf direktem Weg das Risiko für Fettstoffwechselstörungen erhöhen – immer dann, wenn es sich als Bauchfett manifestiert. Auch Rauchen wirkt sich ungünstig auf die Blutfette aus, da durch das Rauchen verstärkt freie Radikale im Blut freigesetzt werden. Diese freien Radikale verändern (oxidieren) die LDL-Partikel, sodass oxLDL entstehen, die Arteriosklerose begünstigen.Wer unter Fettstoffwechselstörungen leidet, sollte seinen Alkoholkonsum niedrig halten. Denn regelmäßiger Alkoholkonsum steigert den Triglyzeridspiegel im Blut. Dies geschieht über einen Anstieg der VLDL-Produktion in den Leberzellen. Besonders hohe Triglyzeridwerte finden sich, wenn gleichzeitig eine familiäre Fettstoffwechselstörung besteht. Viel Bauchfett stellt ein besonderes Risiko dar Die bauchbetonte Fettverteilung beschrieb der französische Arzt Jean Vague in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts als die „männliche Form“ im Gegensatz zum „weiblichen“ Fettverteilungsmuster, bei dem das Fett eher an Hüften, Po und Oberschenkeln sitzt. Heute spricht man meist von Apfel- und Birnenform, denn der männliche Fettverteilungstyp kann auch bei Frauen auftreten und der weibliche bei Männern. Der kanadische Lipid-Experte Jean-Pierre Després hat 2001 in einer fundierten Studie gezeigt, dass Männer mit einem Bauchumfang von mehr als 90 Zentimetern ein bis zu 20-fach erhöhtes Arteriosklerose-Risiko haben, auch wenn sonst keiner der klassischen Risikofaktoren – Rauchen, Bluthochdruck und erhöhtes Cholesterin – vorliegt. Després fand bei vier von fünf Patienten mittleren Alters mit vermehrtem Bauchumfang regelmäßig einen erhöhten Nüchtern-Insulinspiegel, ein erhöhtes Apolipoprotein B und hohe Konzentrationen kleiner LDL-Partikel im Blut. Eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigte, dass ein größerer Bauchumfang auch mit einem erhöhten Sterberisiko einhergeht. Dabei sind die genauen Ursachen dafür noch nicht bekannt. Als kritische Werte für den Bauchumfang gelten heute in Expertenkreisen bei Frauen Werte ab 80 bis 88 Zentimeter und bei Männern ab 94 bis 102 Zentimeter – je nach Fachmann. Heute wird der Waist-to-Height-Ratio – also dem Verhältnis von Taillenumfang zur Körpergröße – größere Bedeutung als dem Body-Mass-Index beigemessen. Die Grenzwerte liegen hier bei 0,5 für Menschen unter 40 Jahren und bei 0,6 bei den über 50-Jährigen. Die Waist-to-Height-Ratio lässt sich leicht ermitteln: Messen Sie Ihren Taillenumfang und teilen Sie den Wert durch Ihre Körpergröße.
Gebärmutterkrebs – Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt zwei verschiedene Typen des Gebärmutterkrebses (Endometriumkarzinom): das Typ-I-Karzinom (östrogenabhängig) und das Typ-II-Karzinom (östrogenunabhängig). Bisher sind die genauen Ursachen für Gebärmutterkrebs noch nicht vollständig geklärt. Bekannt sind jedoch einige Risikofaktoren, die vor allem die Entstehung eines Typ-I-Karzinoms begünstigen können. Risikofaktor für Gebärmutterkrebs: Alter Ein Risikofaktor für Gebärmutterkrebs ist das Alter. Ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko einer Krebserkrankung deutlich. Zum Vergleich: Während laut Robert Koch-Institut zwischen dem 35. und 39. Lebensjahr lediglich 2,3 von 100.000 Frauen pro Jahr ein Endometriumkarzinom bekommen, steigt die Zahl in der Altersgruppe zwischen dem 50. und dem 54. Lebensjahr bereits auf 26,4 Frauen pro 100.000. Im Durchschnitt sind Frauen 69 Jahre alt, wenn sie an Gebärmutterkrebs erkranken. Risikofaktor für Gebärmutterkrebs: Östrogene Für die Entstehung eines Typ-I-Karzinoms, um das es sich in über 80 Prozent der Gebärmutterkrebsfälle handelt, spielt ein langfristiger hoher Östrogeneinfluss auf den Körper eine entscheidende Rolle. Das körpereigene weibliche Geschlechtshormon Östrogen bewirkt, dass an der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) Drüsenzellen wachsen. Normalerweise verhindert der Körper eine Entartung dieser Zellen, indem er durch den Einfluss des zweiten weiblichen Geschlechtshormons Gestagen (Gelbkörperhormon) die Gebärmutterschleimhaut während des Monatszyklus abstößt. Ist das Gleichgewicht zwischen den Hormonen Östrogen und Gestagen jedoch gestört, kommt es zu einer übermäßigen Stimulation der Gebärmutterschleimhaut, die dadurch zu wuchern beginnen kann. Mit der Zeit können einige Zellen entarten, Gebärmutterkrebs entsteht. Wissenschaftler sehen eine wichtige Ursache der Entstehung von Gebärmutterkrebs in der Umstellung der Hormone während der Wechseljahre (Klimakterium). Denn der Körper stellt in dieser Zeit die Gestagen-Produktion ein, bildet aber immer noch Östrogene. Da ein Großteil der Östrogene-Produktion im Fettgewebe stattfindet, gehört auch Übergewichtigkeit zu den Risikofaktoren. Erhält eine Frau in den Wechseljahren eine Hormonersatztherapie ausschließlich mit Östrogenen, stellt dies einen weiteren Risikofaktor dar. Wenn die Hormonersatztherapie, wie heutzutage üblich, jedoch aus einer Kombination von Östrogenen und Gestagenen besteht, steigt das Risiko einer Krebserkrankung nicht. Auch kinderlose Frauen und Frauen, bei denen die Regelblutung früh und die Wechseljahre spät einsetzen, haben ein leicht erhöhtes Risiko für ein Endometriumkarzinom. Risikofaktor für Gebärmutterkrebs: Vererbung Eine Veranlagung für Gebärmutterkrebs kann auch vererbt sein. Meist handelt es sich dabei um das HNPCC-Syndrom (Hereditary-Non-Polyposis-Colon-Cancer-Syndrom bzw. Lynch-Syndrom), eine Form des familiären Dickdarmkrebses. Bei Patientinnen mit der Anlage zu einem HNPCC-Syndrom entwickelt sich in 40 bis 60 Prozent ein Gebärmutterkrebs. Als weitere Risikofaktoren für Gebärmutterkrebs gelten: Metabolisches Syndrom: Übergewicht in Kombination mit Diabetes, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) Unfruchtbarkeit Die Einnahme von Tamixofen aufgrund einer Brustkrebserkrankung Strahlenbehandlung im Bereich des Beckens oder des Bauchraums Östrogenbildende Tumoren der Eierstöcke (Granulosazelltumor) Atypische Hyperplasie (krankhafte Veränderung der Gebärmutterschleimhaut) Risikosenkende Faktoren Es gibt jedoch auch Faktoren, die das Risiko für Gebärmutterkrebs senken können. Dazu gehören zum Beispiel die oralen Kontrazeptiva (Antibabypille), vor allem Östrogen-Gestagen-Kombinationen. Durch das enthaltene Gestagen scheinen diese Präparate einen schützenden Effekt zu haben. Weitere risikomindernde Faktoren sind beispielsweise mehrere Schwangerschaften (Multiparität) und körperliche Bewegung.
Muskelverspannungen im Rücken – Ursachen/Risikofaktoren
Verspannungen der Nackenmuskulatur entstehen häufig nach langen Schreibtischarbeiten beziehungsweise sitzenden Tätigkeiten. Durch Haltungsfehler und einseitige Belastung verkrampft die Muskulatur der Halswirbelsäule. Häufig werden dadurch auch Kopfschmerzen verursacht. Weitere Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken sind: Fehlhaltungen und falsche Bewegungsabläufe Heben und Tragen von zu schweren Lasten (schwere Gegenstände immer mit geradem Rücken heben) psychische Belastungen (Ängste und Sorgen verkrampfen) Übergewicht (Verspannung durch falsche Haltung) Bewegungsmangel (langes Sitzen) zu schwach ausgebildete Rücken- und Bauchmuskeln Auch ein Hexenschuss kann Verspannungen der Rückenmuskulatur auslösen. Beim Hexenschuss ist der Schmerz auf den Bereich der Wirbelsäule beschränkt. Durch „falsche“ Bewegungen wie schnelles Bücken, werden die Wirbelgelenke oder die Bandscheiben geschädigt und in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die dadurch entstehenden Schmerzen führen zu Verspannungen. Bewegung ist dann kaum noch möglich. Die vermeintliche Schonhaltung, die die Betroffenen einnehmen, löst zusätzliche Verspannungen und Schmerzen aus. So kann ein Teufelskreis entstehen. Wenn die Seele Einfluss nimmt Nicht in jedem Fall kann der Arzt eine körperliche Ursache feststellen, wenn der Patient ihm über Rückenschmerzen berichtet. Oft liegen dann die Ursachen mehr im seelischen Bereich. Nicht selten klagen Menschen, die beruflich sehr angespannt sind und sehr diszipliniert arbeiten, über Rückenschmerzen. Bei anderen treten die Beschwerden in Zeiten der Sorge oder der Trauer auf, bei Frauen auch häufig in den Wechseljahren. Dadurch, dass sie nach außen hin Haltung bewahren müssen, während ihnen der innere Halt fehlt, entsteht ein Ungleichgewicht, eine schwer ausgleichbare innere Spannung. Eigentlich möchte man sich gerne umgangssprachlich hängen lassen, doch muss man sich zusammenreißen und aufrichten. In dieser schwierigen Situation könnte es sein, dass man seine Rückenmuskulatur krampfhaft anspannt. Die Folge sind Verspannungen, Muskelverhärtungen und Schmerzen in der Hals- und Lendenwirbelsäule. Diese Möglichkeit, dass psychische Ursachen vorliegen, muss der Arzt immer berücksichtigen. Doch gerade in einem solchen Fall ist es wichtig, dass Sie selbst darüber nachdenken, ob bei Ihnen nicht ein solcher Grund vorliegt. Wenn ja, sollten Sie ganz offen mit Ihrem Arzt darüber reden. Dies ist deshalb so wichtig, weil sonst unter Umständen eine falsche Behandlung stattfinden kann. Der Arzt wird aber immer zuerst eine organische Schmerzursache ausschließen. Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden und in einer schlechten psychischen Verfassung sind, dem Arzt aber nichts darüber erzählen, so könnte er die Schmerzen einer eventuell vorhandenen geringfügigen Bandscheibenvorwölbung zuordnen und eine entsprechende Behandlung durchführen, die gar nicht nötig wäre, wenn Sie offen über Ihre Probleme gesprochen hätten. Fallbeispiel: Christiane B., 45 Jahre, litt unter Rückenschmerzen. „Ich bin Prokuristin in einem mittelständischen Unternehmen und habe viel Verantwortung zu tragen. Mein Arbeitstag beträgt häufig zwölf Stunden und mehr, so dass ich zu Freizeitaktivitäten wie Sporttreiben weder Zeit noch Lust hatte. Als dann die Firma in Schwierigkeiten geriet, weil ein großer Auftrag platzte, fingen bei mir plötzlich fast unerträgliche Rückenschmerzen an. Da ich wusste, wie schlecht Bewegungsarmut für den Rücken ist, begann ich mit einem harten Fitnesstraining, was meine Schmerzen allerdings nur noch verstärkte. Schließlich entschloss ich mich, zum Arzt zu gehen, der einen Bandscheibenschaden ausschließen konnte. Da er sehr freundlich und aufgeschlossen war und mir mit seiner geduldigen Art Vertrauen einflößte, erzählte ich ihm von den Problemen in der Firma und den Sorgen, die ich mir wegen der Rückenschmerzen machte. Er verordnete mir daraufhin leichte Gymnastikübungen sowie tägliche Spaziergänge und Entspannungsübungen. Dies und die Gewissheit, dass bei mir kein körperlicher Schaden vorlag, brachten die Rückenschmerzen nach einiger Zeit wieder zum Verschwinden.“
Plötzliches Herzversagen – Ursachen
Die Ursachen und Risikofaktoren für das plötzliche Herzversagen (plötzlicher Herztod) sind die koronare Herzkrankheit (KHK), Herzmuskelentzündungen und ein Herzklappenfehler. Des weiteren erhöhen
Metabolisches Syndrom
Gemeinsames Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck sowie Insulinresistenz; Risikofaktor für Arteriosklerose.
KHK, Angina pectoris – Früherkennung/Vorsorge
Die koronare Herzkrankheit (KHK) und ihre Folgen wie Herzinfarkt und plötzlicher Herztod sind Todesursache Nummer Eins in Deutschland. Viele Todesfälle wären vermeidbar, wenn im Rahmen der Vorsorge die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt würde. Deshalb unser Tipp: Nutzen Sie die Früherkennungsuntersuchungen. Im Check-up 35 werden Sie gründlich auf Risikofaktoren für eine Herzkrankheit wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes untersucht. Ändern Sie Ihren Lebensstil Wenn Sie zur Risikogruppe gehören oder bei Ihnen bereits eine Angina pectoris (Stenokardie, Brustenge) bekannt ist, sind folgende Tipps für Sie ein Muss: Schluss mit dem Rauchen, Ernährung auf vitaminreiche und fettarme Mischkost umstellen, Übergewicht abbauen, regelmäßige Bewegung und Sport in den Alltag einbauen, Blutdruck gut einstellen, Diabetes kontrollieren, alle verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen, bei Beschwerden sofort zum Arzt. Wundermittel Omega-3-Fettsäuren? Seitdem die positive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bekannt ist, wurden sie beinahe als Wundermittel gegen den Herzinfarkt gehandelt. Nach umfangreichen Studien hat sich die Euphorie allerdings etwas gelegt. Unbestritten bleibt, dass Omega-3-Fettsäuren den Blutdruck und die Blutfettwerte senken, die Gerinnselbildung hemmen und den Herzrhythmus stabilisieren. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, profitieren laut Expertenmeinung von einer zusätzlichen Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren etwa in Kapselform. Nicht belegt ist hingegen die Annahme, dass die Fettsäuren Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern können. Deshalb unser Tipp: Überlegen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob der Kauf von Kapseln für Sie sinnvoll ist oder ob nicht auch der regelmäßige Verzehr von fettem Seefisch wie Makrele, Lachs und Hering ausreicht. Früherkennung und Vorsorge Früherkennungsuntersuchungen werden oft auch als Vorsorgeuntersuchungen bezeichnet. Streng genommen ist das falsch. Es gibt vorbeugende („vorsorgende“) medizinische Maßnahmen, die Krankheiten vermeiden sollen. Ein Beispiel ist die professionelle Zahnreinigung, die Karies vorbeugen soll. Bei einer Früherkennungsuntersuchung macht sich der behandelnde Arzt dagegen auf die Suche, ob bestimmte Krankheiten bereits im Anfangsstadium vorliegen. Beispiele sind die Darmkrebs-Früherkennung oder der allgemeiner Gesundheits-Check-up, auf den Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch haben.